Kultur der Asura
Die Kultur der Asura ist im Vergleich zu anderen Völkern sehr modern und deshalb nicht bloß hochgradig organisiert als auch äußerst flexibel. Ihre Gesellschaft besteht aus Individuen, die zusammenkommen, um größere Aufgaben zu bewältigen.
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Verwandtschaft
Asura besitzen ebenso familiäre Verhältnisse, wie es die meisten anderen Völker tun; Sie haben Onkel, Brüder, Schwestern, Eltern, Kinder. Während das Ansehen des Einzelnen an seiner Intelligenz gemessen wird, so kann die Reputation der Familie allerdings darunter leiden, wenn es ein "schwarzes Schaf" in der Familie gibt - weshalb die Verhältnisse innerhalb einer Familie meist sehr gespannt sind. Ihre Kinder bezeichnen sie liebevoll als "Nachkommen" oder "Nachwuchs". Die Eltern haben hohe Erwartungen an ihre Kinder und würden alles tun, um sie über ihren Altersgenossen stehen zu sehen, weshalb oft der Nachwuchs gezwungen wird, in die Fußstapfen der Eltern zu treten, sogar Mitglied des gleichen Kru zu werden. Die Asura sind oft konkurrenzbewusst und neidisch, sogar bis hin zur gegenseitigen Sabotage. Es gibt keine sozialen Tabus gegen Spionage zwischen Krus.
Lehrlingszeit
Alle Asura fangen als Lehrlinge in den Laboratorien ihrer Eltern an, wo sie bei verschiedenen Projekten helfen, sobald sie alleine stehen (oder sich gegen einen Kristall-Umwandler lehnen) können. Wenn sie in ein Alter kommen, in dem sie mehr mit ihren Eltern streiten als sich nützlich zu machen (normalerweise also ziemlich jung), gehen sie innerhalb der drei Kollegs bei einem Asura-Meister in die Lehre. Dieser Meister ist für die Bildung des Schülers verantwortlich, bis jener seinen Abschluss macht und selbst einem Kru beitritt. Durch dieses traditionelle Lehrlings-System erhalten halbwüchsige Asura eine vielseitige Bildung, und ihre Betreuer bekommen unbezahlte (wenn auch nicht immer absolut kompetente) Laborgehilfen. Selbst nachdem sie ihre Ausbildung abgeschlossen haben, sind die Asura ihren Lehrern glühend loyal und behaupten oft, dass die magischen Theorien des einen die Basis der anderen zwei sind.
Krus
Das Kru-System basiert folgendermaßen: Ein Projekt bildet sich und ein Anführer ruft die Nützlichsten oder Fähigsten zusammen (oder heuert sie an), bis das Projekt beendet ist. Die Kru eines Asura ist normalerweise temporär; sie bleibt so lange bestehen, wie es das Projekt erfordert, und löst sich dann auf, wenn welche Aufgabe auch immer erfüllt ist. Diese Krus bleiben oft in Verbindung, gruppieren und regruppieren sich mit Individuen, die sie kennen und respektieren, und vermeiden jene, mit denen sie nicht zurecht kommen oder die sie unterdurchschnittlich finden. Weil Asura nach ihrem Ansehen und ihrer Intelligenz beurteilt werden, wählen sie während ihrer Ausbildung in den Kollegs oft eine Spezialität. Ein Asura wird danach streben, weithin als die größte Autorität auf diesem Gebiet anerkannt zu werden, in der Hoffnung, eine Position in Top-Krus zu ergattern und größere sowie forderndere Aufgaben zu lösen.
Kollegs
Die Kollegs sind Kastenartige Zweige innerhalb der Asura-Gesellschaft. Sie formen sich auf in drei verschiedene Kollegs, welche unterschiedliche Aufgaben übernehmen.
Das Kolleg der Statik
Asura, die dem Kolleg der Statik beitreten, sind Baumeister und sie bauen dauerhaft, weshalb sie sich auf bleibende Strukturen und Projekte im großen Maßstab spezialisieren. Diese Asura tendieren dazu, eher konservativ und vorsichtig zu sein. Sie glauben daran, zweimal zu messen, einmal zu schneiden und dann nochmal zu messen. Sie sind bedächtig und analytisch und mögen die Forschung genauso gerne wie die praktische Anwendung. Prominente Absolventen des Kollegs sind unter anderem die Erfinder der magicomagnetischen Levitationssteine, die die Asura als Kraftquellen für ihre größeren Bauwerke verwenden. Sie bezeichnen ihr Kolleg als ein konkretes Objekt, eine lebende Einheit von Steinen und Struktur, zu der die Arbeiten von Alumni und Studenten gleichermaßen kontinuierlich etwas hinzufügen oder von der sie etwas abziehen. Diese Asura produzieren Konstruktionsgolems, Bohrmaschinen und alles, was sich stabil bewegt. Sie sind die Knotenpunkte der Ewigen Alchemie, das solide Fundament der Pfosten, Stützen und Achsen, auf denen die Zahnräder sich drehen können.
Erfindungen des Kollegs der Statik:
- Positionale Relays
- Quasi-Verzauberungs-Ausrichter
- Theosophische Oszilloskope
- Metastudien-Zaubersprüche
- Inter-Zauberspruch-Klammern
- Schwebepfeiler
Das Kolleg der Dynamik
Die Asura vom Kolleg der Dynamik stellt man sich am besten als die "Dingsbums-Macher" vor. Als Meister des schnellen, innovativen Lösens von Problemen tendieren sie dazu, Gegenstände zu produzieren, die nur so lange Bestand haben, wie sie nötig sind, um den nächsten intuitiven Sprung zu machen. Sie sind energiegeladen, enthustiastisch und impulsiv, weswegen sie dazu neigen, Projekte zu beginnen, bevor sie die möglichen Auswirkungen erforscht haben. Sie lieben es, herauszufinden, wie andere Völker Dinge tun, um den Sachverhalt der Lösung zu bestimmen und diese magische Theorie für ihre eigenen Zwecke zu verbessern. "Ein Experiment ist nur dann ein Fehlschlag", sagen ihre Ausbilder, "wenn Du nichts daraus lernst". Wenn ein Mitglied des Kollegs von seiner Alma Mater spricht, dann spricht es für gewöhnlich von der Einheit von Arbeit, Experimenten und Gedanken, die ein mentales Bild der Errungenschaften des Kollegs zeichnen - von der Summe der Innovationen, die sie der Welt gebracht haben. In der Ewigen Alchemie werden sie am häufigsten als die Zahnräder und Antriebsfedern des Universums bezeichnet.
Erfindungen des Kollges der Dynamik:
- Kanoptische Erweiterer
- Lunographische Verschlüsse
- Drehmoment-Absorbierer
- Enigmatikons
- Karmische Druckanzeigen
- Kinetische Zauberkannen
- Magiphysikalische Läufer
Das Kolleg der Synergie
Im Kolleg der Synergie geht es den Asura immer darum, Energie zu formen und Verbindungen herzustellen. Hier kann man die mystischsten Denker finden, diejenigen, die die Grundsubstanz der Magie selbst studieren und die Festigkeit der funktionalen Welt verschmähen. Sie sind oft eher philosophisch ausgerichtet und sind es gewohnt, mit politischen und sozialen Theorien umzugehen. Diese Asura interessieren sich dafür, wie Muster sich bilden, wie Fehler sich verbreiten und wie Chaos rationale Systeme formt. Leider führt dieses leidenschaftliche Studieren der Psychologie auch dazu, dass sie eher verschwiegen sind - sogar unter einander - weil sie glauben, dass sie wissen, wie das Gehirn jedes anderen funktioniert - und diese Gehirne jagen sie. Selbst die größten unter den Alumni dieses Kollegs können dazu neigen, ein wenig kurzsichtig zu sein, weil sie ätherische Pläne entwickeln und psychologische Erklärungen konstrukieren, ohne tatsächlich für konkrete Tests ihre Labore zu verlassen. Wenn ein Mitglied des Kollegs von seiner Alma Mater spricht, dann spricht es typischerweise von den sozialen Strukturen, die es durch seine Anleitung geschaffen hat, ihren Verbindungen und der Gesamtheit der Asura, die sich selbst als ein "Kolleg" Gleichgesinnter betrachten.
Erfindungen des Kollegs der Synergie:
- Quantagramme
- Dipolare Zaubermatritzen
- Beschwörungseckpunkte
- Prestimystische Anzeigen
- Mojonische Kontrollstäbe
- Selbsteinschränkende Verzauberungsschleifen
Die Inquestur
Wenngleich sie nicht im engeren Sinne ein Kolleg ist, so ist die Inquestur doch die größte Kru in der Geschichte der Asura, und sie ist eine relativ neue Organisation.
Während die traditionelle Ausbildung der Asura über eine Lehrlingsstelle an einem der drei Kollegs läuft, hat die Inquestur ein System gemeinschaftlicher Ausbildung eingeführt, das mehr wie eine Reihe aufeinander aufbauender Eignungstests strukturiert ist. Wenn ein Asura eine Aufgabe gelöst hat, bekommt er sofort die nächste gestellt, und seine Stellung in der Inquestur erhöht sich entsprechend. Das führt natürlich zu einer Menge Trickserei - sowohl für als auch gegen die Anwärter. Ein Asura macht nie einen Abschluss bei der Inquestur, wie sie es bei den anderen Kollegs der Asura tun. Sobald man der Megakru beitritt, ist man Mitglied auf Lebenszeit, auch wenn die anderen Mitglieder der Inquest gezwungen sind, sicherzustellen, dass das Leben entsprechend kurz ist. Ein Anwärter bekommt eine Kru-Anweisung und dann wird von ihm erwartet, dass er an seinem persönlichen Auftrag arbeitet, egal, ob er den Zweck dieser Aufgabe in den größeren Zusammenhängen versteht. Sie opfern ihre eigenen Wünsche für das größere Wohl des Wissensschatzes der Inquestur, ob es ihnen gefällt oder nicht.
Die Inquestur kombiniert die Stärken der verschiedenen Kolleg-Disziplinen, aber sie verwendet nur, was sie brauchen kann und verzichtet für ein schnelles und profitables Resultat auf ein tieferes Verständnis dieser Theorien. Sie ist durchaus gewillt, ihre jungen Erfinder zu verheizen, sie zur Arbeit zu treiben, anstatt Zeit mit Pausen zu verschwenden - eine unprofitable Zeitanlage.
Anders als die drei asurischen Kollegs, die es genießen, neu fertiggestellte Entdeckungen zu teilen (wenn auch nur, um sich gegenseitig in ihrem Ehrgeiz zu übertreffen), teilt die Inquestur mit niemandem außerhalb der Inquestur selbst. Tatsächlich geht sie manchmal sogar so weit, die vielversprechenden Forschungen anderer Kolleg-Krus, die sich auf etwas auswirken würden, was die Inquestur als ihr eigenes Design betrachtet, zu sabotieren.
Während die Kollegs Macht als nützliches Werkzeug betrachten, um die Ewige Alchemie besser verstehen zu können - sieht die Inquestur Macht als ein Ziel an sich. Die Gründer der Inquestur betrachteten die Menge des Wissens, das verlorenging, als Quora Sum von den Zerstörern vernichtet wurde, und kamen zu dem Ergebnis, dass solch ein eklatanter Verlust ihren Zielen elementar zuwiderlief. Ihr Ziel ist, Information in ihrer reinen, kristallinen Form zu gewinnen, und sie werden nicht eher aufhören, als bis sie die Summe allen Wissens erlangt haben. Das ultimative Ziel der Inquestur ist nichts anderes als Kontrolle über die Ewige Alchemie, und damit über ganz Tyria.